Zecken-Risikogebiete Schweiz 2026: Alle Kantone im Überblick
FSME-Risikogebiete in der Schweiz
Welche Kantone sind betroffen? Interaktive Karte mit allen 26 Kantonen, BAG-Daten und Schutztipps.
FSME-Risikogebiete in der Schweiz
Stand: 2026 · Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
FSME: BAG - 25 von 26 Kantonen als Risikogebiet eingestuft (alle ausser Tessin)
Borreliose: BAG Meldedaten ·
Farbintensität = geschätzte Fallhäufigkeit pro Region
FSME und Borreliose - der Unterschied
Zecken können zwei unterschiedliche Krankheiten übertragen: FSME und Borreliose. Es ist wichtig, den Unterschied zu kennen - denn die Schutzmassnahmen unterscheiden sich:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Virale Erkrankung, die das Nervensystem betreffen kann. Es gibt keine Behandlung, aber eine wirksame Impfung. In der Schweiz sind 25 von 26 Kantonen betroffen. Mehr zu FSME →
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Bakterielle Infektion, erkennbar an der Wanderröte. Gut mit Antibiotika behandelbar, aber es gibt keine Impfung. Kommt in der gesamten Schweiz vor - auch im Tessin. Mehr zu Borreliose →
Warum zeigt die Karte beides?
FSME tritt nur in bestimmten Regionen auf - deshalb gibt es offizielle Risikogebiete. Borreliose dagegen wird schweizweit übertragen. Die Karte zeigt für Borreliose die geschätzte Fallhäufigkeit nach Kanton, damit du das Gesamtbild siehst.
FSME-Risikogebiete nach Region
Das BAG aktualisiert die Liste der FSME-Risikogebiete regelmässig. Seit 2024 gelten alle Kantone ausser dem Tessin als Risikogebiet. Die Fallzahlen variieren jedoch stark nach Region - die meisten FSME-Fälle treten im Mittelland und in der Ostschweiz auf.
Regionen im Überblick
Ostschweiz
Thurgau, St. Gallen, Appenzell, Schaffhausen - die Ostschweiz verzeichnet mit die höchsten FSME-Fallzahlen der Schweiz. Besonders betroffen sind tiefere Lagen entlang von Flüssen und Waldrändern.
Mittelland
Zürich, Aargau, Bern, Solothurn, Zug - die bevölkerungsreichste Region der Schweiz hat auch die absolut höchsten Fallzahlen. Allein die Kantone Zürich und Bern melden zusammen rund ein Drittel aller Schweizer FSME-Fälle.
Westschweiz und Alpenregion
Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura, Wallis, Graubünden - niedrigere Fallzahlen, aber dennoch als Risikogebiet eingestuft. In höheren Lagen (ab ca. 1.000 m) nimmt das Risiko deutlich ab.
Tessin
Einziger Kanton ohne FSME-Risikogebiet-Status. Die Alpensüdseite hat ein anderes Klima und eine andere Zeckenpopulation. Bisher wurden dort keine FSME-Fälle gemeldet - Borreliose kommt aber auch hier vor.
Genf: der jüngste Neuzugang
Genf wurde 2024 als letzter Kanton auf die BAG-Risikoliste aufgenommen. Damit ist die Schweiz - ähnlich wie Österreich - praktisch flächendeckend betroffen. Die EKIF empfiehlt die Impfung deshalb für alle Personen ab 3 Jahren, die sich regelmässig im Freien aufhalten.
Du lebst in einem Risikogebiet - was nun?
Wenn dein Kanton als FSME-Risikogebiet eingestuft ist, heisst das nicht, dass du dich nicht mehr ins Freie trauen solltest. Es bedeutet: Das Risiko ist da, und du kannst dich konkret dagegen schützen.
Drei Schritte, die wirklich helfen
1. FSME-Impfung prüfen
Das BAG und die EKIF empfehlen die FSME-Impfung für alle ab 3 Jahren, die in Risikogebieten leben oder sich dort regelmässig im Freien aufhalten. Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen und schützt mindestens fünf Jahre. Die OKP übernimmt die Kosten.
2. Natürlicher Zeckenschutz
Geschlossene Kleidung, helle Farben und ein natürliches Repellent-Spray reduzieren das Risiko eines Zeckenstichs deutlich - besonders bei Aktivitäten in der Natur. Wirkstoffe wie Citriodiol (aus Zitroneneukalyptus) bieten einen pflanzlichen Schutz ohne DEET.
3. Körperkontrolle nach draussen
Nach dem Aufenthalt im Freien den Körper absuchen. Zecken bevorzugen warme Stellen: Kniekehlen, Achseln, Leiste, Haaransatz. Je schneller du eine Zecke entfernst, desto geringer ist das Übertragungsrisiko.
Gut zu wissen
FSME-Viren werden sofort beim Stich übertragen. Borrelien dagegen brauchen 12 - 24 Stunden. Schnelles Entfernen schützt also vor allem gegen Borreliose.
Natürlicher Zeckenschutz - ohne Chemie in der Natur unterwegs
Gerade wer regelmässig in der Natur unterwegs ist - ob beim Wandern, Gärtnern oder mit den Kindern auf dem Spielplatz - braucht einen Zeckenschutz, der zum Alltag passt. Die gute Nachricht: Es muss nicht immer DEET sein.
Pflanzliche Wirkstoffe gegen Zecken
Ätherische Öle werden seit Jahrhunderten als natürliche Insektenschutzmittel eingesetzt. Wissenschaftliche Studien bestätigen die repellente Wirkung mehrerer Pflanzenstoffe:
- Citriodiol (aus Zitroneneukalyptus) - der am besten erforschte pflanzliche Wirkstoff gegen Zecken. Von der WHO als wirksames Repellent anerkannt.
- Geraniol - wird aus Rosengewächsen gewonnen und wirkt abschreckend auf Zecken und Mücken.
- Lavendelöl - besitzt eine nachgewiesene repellente Wirkung und pflegt gleichzeitig die Haut.
- Zedernholzöl - traditionelles Mittel zur Insektenabwehr, angenehmer Waldduft.
Schutz für die ganze Familie
Pflanzliche Zeckenschutzmittel eignen sich besonders gut für Familien mit Kindern. Viele chemische Repellents (z. B. mit DEET) sind für Kleinkinder nicht empfohlen. Natürliche Alternativen auf Basis von Citriodiol sind dagegen auch für Kinder ab 3 Jahren geeignet - ideal für den Familienausflug in der Zeckensaison. In unserem Artikel DEET vs. DEET-frei erfährst du mehr über die Unterschiede.
Unser Ansatz bei Air Creative: Wir kombinieren die wirksamsten pflanzlichen Inhaltsstoffe zu einem alltagstauglichen Schutz - damit du dich auf das konzentrieren kannst, was zählt: die Zeit in der Natur geniessen.
Die FSME-Impfung in der Schweiz
Gegen FSME gibt es eine wirksame Impfung. Gegen Borreliose nicht. Das BAG und die EKIF (Eidgenössische Kommission für Impffragen) empfehlen die FSME-Impfung für:
- Alle Personen ab 3 Jahren, die in Risikogebieten leben oder arbeiten
- Personen, die sich regelmässig im Freien aufhalten (Wandern, Gärtnern, Sport)
- Berufsgruppen mit erhöhter Exposition (Forstwirtschaft, Landwirtschaft)
Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen über mehrere Monate. Danach ist eine Auffrischung alle zehn Jahre empfohlen. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) übernimmt die Kosten für Personen ab 3 Jahren, die in einem Risikogebiet leben oder sich dort aufhalten. Seit 2026 wird auf Impfungen keine Franchise mehr erhoben - der Selbstbehalt von 10 % bleibt bestehen.
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Häufige Fragen zu FSME-Risikogebieten in der Schweiz
Welche Kantone sind FSME-Risikogebiete?
Das BAG stuft 25 von 26 Kantonen als FSME-Risikogebiet ein. Einzig der Tessin (Ticino) ist ausgenommen. Die höchsten Fallzahlen melden die Kantone Zürich, Bern, Aargau, Thurgau und die Ostschweizer Kantone (St. Gallen, Appenzell, Schaffhausen).
Ist mein Kanton ein FSME-Risikogebiet?
Nutze die interaktive Karte oben auf dieser Seite - dort kannst du deinen Kanton direkt anklicken und siehst sofort, ob er als FSME-Risikogebiet eingestuft ist. Die Karte zeigt alle 26 Schweizer Kantone mit ihrer Risikoeinstufung.
Warum ist der Tessin nicht betroffen?
Der Tessin auf der Alpensüdseite hat ein anderes Klima und eine andere Zeckenpopulation. Bisher wurden dort keine FSME-Fälle gemeldet. Bei Borreliose gilt der Tessin dagegen ebenfalls als betroffen - Zeckenschutz ist also auch dort sinnvoll.
Übernimmt die Krankenkasse die FSME-Impfung?
Ja. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) übernimmt die Kosten der FSME-Impfung für alle Personen ab 3 Jahren, die in einem Risikogebiet leben oder sich dort aufhalten. Seit 2026 wird auf Impfungen keine Franchise mehr erhoben, der Selbstbehalt von 10 % bleibt bestehen. Die Impfung muss von einem Arzt durchgeführt werden.
Muss ich mich gegen FSME impfen lassen?
Eine Pflicht gibt es nicht, aber das BAG und die EKIF empfehlen die FSME-Impfung für alle ab 3 Jahren, die in Risikogebieten leben oder sich regelmässig im Freien aufhalten - das betrifft 25 von 26 Kantonen. Die Grundimmunisierung umfasst drei Impfungen und bietet dann für mindestens fünf Jahre Schutz.
Wann wird die Risikogebietskarte aktualisiert?
Das BAG aktualisiert die Einstufung der FSME-Risikogebiete regelmässig. Genf wurde 2024 als letzter Kanton auf die Liste aufgenommen. Wir aktualisieren diese Seite zeitnah nach jeder neuen Veröffentlichung des BAG.
